Grrrrr… Maxime Chattam: Alterra – Im Reich der Königin: 2. Teil

Die Geschichte um die Gemeinschaft der drei geht weiter. Nach dem Auszug von der Pan Insel ziehen die frei Kandidaten weiter gegen Süden und erfreuen sich den Abenteuern einer fantastischen Welt, die durch eine feindliche Natur geprägt wird. Ja ist angekommen. Die Natur ist feindlich. Kann man verstehen, nach dem Sturm. Ist angekommen. Muss man nicht in jedem Absatz drauf hinweisen, dass die Natur feindlich ist…. Ist recht abendteuerlich den ganzen Tag durch eine Landschaft zu wandern, in der überall Gefahren laufen… die in einer feindlichen Natur leben. Aber vermutlich ist das dem Auto wichtig, dass der Leser versteht, dass die Natur in Alterra feindlich ist— Ich bin noch mitten drin im Hörbuch, doch wie die Geschichte angelegt und umgesetzt ist kann ich wohl jetzt schon sagen.vielleicht ist dem ganzen später noch etwas hinzuzufügen….

Ok. gut. Wir hatten bereits den ersten Teil von Alterra besprochen. Noch mal kurz rekapitulieren: Die Geschichte ist ganz nett, hält aber keiner kritischen Befragung stand, zumal – und dass muss ich jetzt loswerden – hier ein guter Lektor gefehlt hat. Was mich am meisten ärgert ist die lieblose Sprache, die  sehr sehr sehr flach ist. Sätze wie „Sie wachten auf und dachten sich ‘Eine erholsame Nacht sieht anders aus’ “ und „Ein bestimmtes Gefühl machte sich in Matt breit“ – alles viel zu schwammig! Ein gutes Beispiel sind die absolut generischen Kapitelnamen: „Ein knapper Plan“, „Gut gegangen“, „Neue Erkenntnisse“ WTF!!! Auch sind viele Ansätze nich wirklich weit gedacht – warum sollte der Protagonist seine Vorsicht in den Wind schlagen und alleine sich auf 20 Soldaten der Königin stürzen. Warum sollte den die drei Freunde mal nicht nachhaken, wenn ein Protagonist sagt „ich habe einen Plan, kommt mit“ und alle laufen stumpf gemäß dem Plan in die Falle – da sind viele losen Ende der weitgehend guten Ansätze. Wichtige und gute Fragen werden gestellt, wie funktioniert erwachsen werden und welches sind die Vorbilder die bestand haben, wie organisieren sich Gruppen, welche Bedeutung hat Vertrauen in der Pubertät, doch dass sind nur einzelne Gedanken die aufgenommen werden, leider nicht als ihre Erwähnung kommen oder schlimmsten Fall durch widersinnigen Aktionismus zerschlagen werden. ich denke, dass ein Großteil der groben Schnitzer dadurch verursacht werden, dass die Charaktere durch ihre holzschnittartige Eindimensionalität brillieren. Anscheinend ist dem Autor auch nicht klar, an wen er sich richten möchte – Erwachsenen-Fantasy oder doch lieber was für Kinder. geht man davon Aus, dass das Alter der Protagonisten entscheident ist (so um die 15 Jahre) so fragt man sich, was das soll: die Sprache und Handlungsmuster passen auf ein Publikum zwischen 9-12 Jahren, die Brutalität eher 16+.

Keine Ahnung, warum ich das HB weiter höre. Wie schon gesagt, die fiktionale Welt der Geschichte ist in Ordnung, die Geschichte der drei ist auch ok, leider fehlt der Feinschliff und die Aussage und ein orangener Faden. Leider kann Timmo Niesner das Buch nicht retten, auch wenn ich mittlerweile bezweifle, dass er es könnte.

Conor Kostic – Epic (Szenische Lesung)

epicWie im Alterra Beitrag angegekündigt, kommt jetzt eine kurze Vorstelluung des ersten Teiles
der Connor Kostick Trilogie Avatar – und genau darum geht es auch: Ein seit langen besiedelter ruraler
Planet – oder ein rural besiedelter Planet – namens Neuerde eiert in einer nicht genau
definierten Zeit durchs universum. Die Bewohner verbringen den großteil ihrer Zeit in einer
Mehrspieler-Online-Fantasy Welt. Die Onlinewelt, die stark an WOW erinnert (auch wenn ich selbst noch keine Erfahrung
mit wow habe), dient aber nicht nur als Opium fürs Volk hier wird auch Politik und Demokratie abgebildet.
Wer eine GEsetztentwurf einbringen möchte, kämpft in einer Arena gegen das herrschende Zentrale Lenkungskomitee,
wer einen Studienplatz möchte, muss einen Drachen erlegen oder ähnliches.
Soweit das Setting. Storline – eine Gruppe von Kindern interpretieren das Spiel anders, kommen zu Macht
und kämpfen gegen die Systeme (Plural da einerseits gegen den Selbsterhaltungstrieb des zentralen Lenkungskomitee
und andererseits gegen das Spiel Epic selbst gekämpft wird, das auch ein ambivalentes Bewustsein zu haben scheint.

Story gut, umsetzung super: Szenische Lesung mit vielen guten Sprechern, ich gehe mal davon aus dass
es sich bei der Lesung auch um eine gekürzte Fassung handelt, die keine Längen kennt.

Zum Schluss wird alles gut – ist ja auch eher ein Jugend-Fantasy-Roman. Lediglich die Hauptfiguren aus
der offline Welt wirken etwas eindimensional und holzschnittartig. Wie im echten Leben halt ;-)
Habe auch in den zweiten Teil Saga reingehört, der anscheinen in urbanen Szenario mit neuen Charakteren gesetzt wurde. Der dritte Teil, Edda, ist noch nicht raus, die Lesung wird wohl auch auf sich warten..

John Fante – Ich Arthuro Bandini

Woran ich nie wirklich vorbeigehen kann sind die Wühltische der Wohlthatschen Buchhandlungen – hier habe ich z.B: die Ramsmayr Hörbücher für 9 Öre erstanden, während ich für ein anderes beim großen Bruder amazon 34 Euro latzte.

Der letzte Schnapp war Athuro Bandini von John Fante – keine Vorstellung gehabt aber 4.99, 6 Cds und eine nette Box, die Geschichte klang oke – da kann man nicht viel falsch machen. Erzähler ist Michael Hansonis, auch gut. Sounds like a pay off

Die Geschichte geht so: Armer abgebrannter Schriftsteller arbeitet an seiner Karriere im LA der dreissiger Jahre. Träume von Ruhm und Frauen, die Realität sieht anders aus, ein hoffnungsloser Fall der dem verleger seiner kleinen Kurzgeschichte huldigt und Tag für Tag vom großen Durchbruch spricht. Doch dann lernt Arturo die eigenwillige Kellnerin Camilla kennen – und zwischen den beiden entwickelt sich eine Hassliebe voller Wut und Leidenschaft – und es sind wirkliche authentische Motive die artikuliert werden.  Ein kleiner Augeöffner…
Der Ton schwankt, selbstironisch, dann wieder eitel. Die Geschichte kommt Grund-ehrlich rüber, ist mutig ausgedacht und marschiert vorwärts zu einem guten Ende. Alles in allem ein

Hörbuch mit Hand und Fuss, wohl auch weil die Stimm sehr gut zum Inhalt passt…

Jörg Fauser – Der Schneemann gelesen von Heikko Deutschmann.

oke, gut jetzt werd ich mal kurz eines meiner Lieblingshörbücher vorstellen, dass auch nach dem 5. Mal nicht langweilig wird:

Jörg, Fauser, Der Schneemann, gelesen von Heikko Deutschmann.

Ums kurz zu machen – die Geschichte ist so alt wie jede Schrift und jeder Ton selbst. Kleiner Gauner kommt an 2,5 Kilo Koks und will damit seinen großen Wurf schaffen. Ich glaube nicht, dass ich besonders empfänglich für die Story bin, auch wenn ich True Romance für einen der besten Filme (und auch der bestbesetzten Filme der 90er)  halte. Die Geschichte des Schneemans ist generisch, aber gerade hier zeigt sich Fauser als  Held, ein deutsches Pendant zu Bukowski, doch diesem intellektuell weit überlegen. Warum Fauser so gut ist komme ich später nochmal darauf zurück—

Kleiner Ganove, Schauplatz Malta, dann Deutschland und zum Schluss Ostende. Blum, wie Blume ohne „e“, misstrauisch (das muss er ja sein), hält sich in Deutschland Ende der Sechziger Anfang der Siebziger für besonders clever und versucht sich als big player in München, im Taunus und Amsterdam. Inhaltlich würde ich gerne alles und nichts sagen, jeder von uns kennt die Geschichten, doch so gut findet man sie selbst erzählt. Hinter der Geschichte und hinter den Charakteren (den Mann in Braun, den Schnürsenkelverkäufer am Abend vor dem Tag an dem es nur noch Klettverschlüsse gibt, ein absolutes Highligt)

Wer Fauser kennt ( ich kann die Bücher Rohstoff und Schlangenmaul nur wärmstens empfehlen) weiss, hier sitzt jeder Satz und die meisten Sätze könnten in Stein gemeisselt sein. Wer die Lebenslügen der einen politischen Diskussion kennt und die andere Leitplanke lahm findet der bekommt schnell das Laufen und Fauser holt jeden Leser sehr schnell wieder runter – man findet Parallelen im  politischen Diskurs der verschiedene Dekaden wieder und somit ent“täuscht“ und das Grauen hinter den Leitplanken ist nicht mehr ganz so groß.

 

Maxime Chattam – Alterra – Die Gemeinschaft der Drei

Titelcover

Alterra - Die Gemeinschaft der Drei

Keine Ahnung warum ich immer bei mäßigen Hörbüchern anfange, mein stark vernachlässigten Blog zu pflegen, aber lieber so als nie:

Um es vorweg zunehmen: Alterra wird es nicht in die Top10 schaffen, genaugenommen in gar keine Tops, sondern bleibt knietief im Mittelmaß. Die Story ist schnell erzählt: Der 14-jährige Matt, sein Freund Tobias und sind auf die Suche nach Überlebenden eines schweren Orkans, der in New York gewütet hat. Es stellt sich heraus, dass der Orkan eine Rache der Mutter Erde ist. Auf ihrer Flucht vor mutanten treffen Sie auf die „Pans“, eine Gruppe von Kindern. Zu allem Elend entwickeln verschiede Kinder Fähigkeiten wie die X-Men.

Als Leser von Sparwelt wurde ich auf die Gratisaktion von Audible aufmerksam gemacht, insofern ist kein wirtschaftlicher Schaden entstanden. Genau Kritikpunkte sind:

- Timmo Niesner ließt den Roman unmotivierte und flach, so dass die

- flache geschichte auch kaum Spannung aufbaut.

- Die Motive sind aus Herr der Ringe etc. bekannt und werden nur neu verwurstet. Auch wenn ich kaum Fantasy-Literatur-Erfahrung habe, so müssen ja nicht alle Stereotypen runtergebetet werden. Geht man davon aus, dass die Zielgruppe in dem Alter der Protagonisten ist – 14 Jährige lassen sich auch nicht alles mehr verkaufen.

Jetzt erst mal zu Epic gegrifen. Gefällt mir weitaus besser. Danach werde ich doch mit dem zweiten Teil von Alterra weitermachen.

 

Jack Perdu und das Reich der Schatten

Cover

Cover

Nette Geschichte:

Zwischen Leben und Tod

Am Grand Central Terminal lernt
der 14jährige Jack das Mädchen Euri
kennen. Sie fasziniert ihn, obwohl
irgendetwas mit ihr nicht zu stimmen
scheint. Tiefer und tiefer führt sie ihn in die
New Yorker Unterwelt. Ein ungeheuerlicher Ort, denn
hier wohnen Seelen zwischen Leben und Tod. Jack hat die Chance,
seine verstorbene Mutter wiederzusehen – allerdings nur drei Nächte
dafür Zeit, ansonsten bleibt ihm der Rückweg für immer versperrt.
Spannung, Abenteuer, klassische Mythologie und die Urbanität New

Ich finde nicht, dass die Geschichte an 10 Jahren ist – ich finde aber sehrst dass Sascha Icks eine begnadete Leserin ist.

An manchen Stellen kommt die Beschreibung der Umgebung zu kurz, man hätte es vielleicht auf 6 Cds und nicht 4 auslegen sollen-

Ansonsten aber toll gelesen, tolle Geschichte. alles in allem 6 von 7 Sternen

Wieder ein liebes Kind: Offenbarung 23

Ich will ja nicht als Serienjunkie durchgehen, aber wegen meines Faibles für Verschwörungstheorien rennt die Serie Offenbarung 23 offene Türen ein, was aber auch an den dut gewählten Themen, den Dialogen und den Sprechern liegt. Aber erst mal der Reihe nach: Georg Brand, ein Student der Wirtschaftsinformatik und als Hacker in der Szene unter dem Namen T-Rex unterwegs, werden Hinweise von verschiedenen Organisationen und Geheimdiensten zugespielt um auf dem Pfad von Tron und Karl Koch ein geheimnis nach dem anderen zu lösen. Die Spannweite der Themen beginnt von recht populären Verschwörungen (z.B. dem Untergang der Titanik, dem Kennedy Mord etc. bis hin zu schon in Vergessenheit geratenen Themen wie z.B. dem Mord (?) an Uwe BArschel und Kasper Hauser.

Sympatische Sprecher und tolle Recherchen mit Belegen(zweifelhafter Natur – aber nicht weniger zweifelhaft als die Tagescha oder die RTL nachrichten… – machen wirklich Spass.

Es sollte Trptzdem nicht unerwähnt bleiben, dass knallharte Verschwörungtheoretiker wegen logischen Brüchen und zu wagen Vermutungen abgeschreckt werden.

Hier noch eine Übersicht der Folgen:
# “Wer erschoss Tupac?“ (14. November 2005) ISBN 978-3785730997.
# “Tupacs Geheimnis“ (September 2005) ISBN 978-3785731000.
# “Die Titanic darf nie ankommen!“ (November 2005) ISBN 978-3785731017.
# “Die Krebs-Macher“ (November 2005) ISBN 978-3785731024.
# “Das Handy-Komplott“ (Mai 2006) ISBN 978-3785731420.
# “Der Fußball-Gott“ (Mai 2006) ISBN 978-3785731437.
# “Stonehenge“ (Mai 2006) ISBN 978-3785731444.
# “Macht!“ (Mai 2006) ISBN 978-3785731451.
# “Gier!“ (Oktober 2006) ISBN 978-3785732168.
# “Die traurige Prinzessin.“ (Oktober 2006) ISBN 978-3785732175.
# “Die Hindenburg“ (November 2006) ISBN 978-3785732182.
# “Der Piratenschatz“ (November 2006) ISBN 978-3785732199.
# “Das Wissen der Menschheit“ (April 2007) ISBN 978-3785732977.
# “Das Bernsteinzimmer“ (April 2007) ISBN 978-3785732984.
# “Durst!“ (Juni 2007) ISBN 978-3785732991
# “Krauts und Rüben“ (Juni 2007) ISBN 978-3785733004
# “Die Waterkant-Affäre“ (September 2007) ISBN 978-3785734186
# “Menschenopfer“ (September 2007) ISBN 978-3785734193
# “Angst!“ (Dezember 2007)
# “Die Pyramiden-Saga“ (Dezember 2007)

Die Qualität der Themen und der  Argumente schwankt leider  stark. Am Anfang klassisch und gut zwischendrin ein paar schwache Folgen, bin gerade bei Folge 17 und 18 und die sind einfach super…

Story: 6von7

Sprecher: 7von7

Dramaturgie: 7von7

Streicheleinheiten: 7von7

Mein liebstes Kind: Jonas – der letzte Detektiv

Lange Zeit ist es hier still gewesen: Ich war beschäftigt mit Arbeit und zweitklassigen Hörbüchern und – GOTT SEI DANK – mit den 40 Folgen des letzten Detektives: Jonas. 7/7. Noch nie so gewitzte Diealoge gehört, die Michael Koser schrieb und die Peer Augustinski als „Sam“ vor sich hinbrappelt, selten einer so schöne Stimmung, die aus einer Mischung aus Blade-Runner und Malteser Falken besteht, gelauscht. Was sagt der Klappentext?

Der letzte Detektiv

Er heißt Jonas. Nur Jonas. Er lebt im frühen 21. Jahrhundert in Babylon, der Supermetropole der Vereinigten Staaten von Europa. Er hat einen Beruf, den es eigentlich nicht mehr gibt. Er ist Privatdetektiv. Er pflegt die Eigenschaften seiner klassischen Vorbilder: Ehrenhaftigkeit. Sturheit. Unverschämtheit. Witz. Ein bisschen Sentimentalität. Seine Fälle sind hart. Und wirklich. Es geht um kleine Leute und große Interessen.
Dann ist da noch Sam. Jonas’ Taschencomputer. Unentbehrliche Hilfe und unausstehliche Plage. Sam spricht. Er redet und labert und schnattert und bewegt sich quer durch alle Sprachprogramme. Außerdem ist er ein Chaos-Pilot im Datennetz. Ein Geisterfahrer auf der digitalen Autobahn.
Das ist „Der letzte Detektiv“ – Michael Kosers SciFi-Krimiserie. Die erfolgreichste Hörspielserie der Unterhaltungsabteilung nach der „Dickie Dick Dickens“ – Serie der 50er-Jahre. Seit 1984 im Krimi-Programm in Bayern2Radio.

mein Kommentar: Schweinegeil!!!

Story: 7von7

Sprecher: 7von7

Dramaturgie: 7von7

Streicheleinheiten: 7von7

Qualität zahlt sich aus: Jules Verne – Die Propeller-Insel [Maritim,2007]

695722311diepropellerinpm2.jpgWurde auch mal Zeit: Diesmal keine Enttäuschung des Maritim-Verlage. Klassisches Hörspiel mit motivierten Sprechern und einer recht unterhaltsamen Geschichte. Kurzweiliig und Anregend. Was sagt amazon? – Nix, aber die Maritim Seite:

Das französische Kammertrio, bestehend aus Yves Boulez, Violinist, Robert Ponthieu, Bratsche und dem Cellisten Sebastian Fragonard, hat es durch einen unglücklichen Wink des Schicksals nachts an die kalifornische Küste verschlagen. Mitten im Nirgendwo. Eigentlich befindet man sich auf dem Weg nach San Diego, wo ein weiterer umjubelter Auftritt auf die drei Herren wartet.
Mit nichts als ihren Instrumenten irren die Musiker durch die Nacht, als sich ihnen eine Kutsche nähert. Als der freundliche Retter erfährt, um wen es sich bei den Irrenden handelt, ist er hocherfreut und bittet sie umgehend, mit ihm zu kommen. Er wisse hier ganz in der Nähe nicht nur eine Stadt, sondern auch ein exzellentes Hotel. Trotz ihrer Zweifel fährt das Kammertrio mit.
Und tatsächlich: In der nahegelegenen Bucht wartet ein Stadt von solcher Pracht und Eleganz, dass die Musiker völlig verwirrt, diese auf der Landkarte übersehen zu haben.
Der Mann, der sich als Mr. Fender vorstellt, führt die drei durch eine Stadt voll großartiger, technischer Errungenschaften, die das Leben der Einwohner so angenehm wie möglich gestalten.
Man entschließt sich, die Nacht dort zu verbringen.
Als man am nächsten Morgen zum Aufbruch rüstet kommt jedoch der Schock:
Die Stadt samt ihren Außenbezirken treibt auf dem offenen Meer!
Man befindet sich auf Standard Island, einer 8 Quadratmeilen großen künstlichen Insel, die mit der Kraft von 10 Millionen Pferdestärken durch das Meer bewegt wird, ähnlich einem Schiff. Die Stadt heißt Milliard-City, nicht umsonst, wohnen dort doch nur Millionäre und Millardäre.
Dem erst erzürnten Kammertrio wird ein verlockendes Angebot unterbreitet:
Jeder der Musiker erhält 250.000 Dollar (entsprach damals 1 Millionen Franc) wenn sich das Kammertrio bereiterklärt, auf der kommenden Reise, die 8 Monate dauert, Konzerte in Milliard-City zu geben.
Nach ersten Bedenken willigt man schließlich ein.
Es folgt eine Zeit der Entdeckung der Insel und Konzertabenden, die bald in der Liaison des Cellisten mit der Tochter des reichsten Mannes der Insel Gestalt annimmt. Das Leben scheint eitler Sonnenschein.
Aber es gibt Stimmen in der Welt, die diese Insel lieber heute als morgen verschwunden sähen..
Als Standard Island eines nachts den englischen Dampfkreuzer #Typhoon# ungewollt rammt und versenkt, ist es mit dem ruhigen Leben vorbei.
Wenige Wochen danach wird Standard Island von Fremden überfallen, die wilde Raubtiere auf der Insel aussetzen und die Einwohner in Angst und Schrecken versetzen.
Damit aber nicht genug. Die Fremden bringen den Maschinenraum unter ihre Kontrolle und lassen die gewaltigen Bug- und Heckpropeller gegeneinander arbeiten. Die Insel droht auseinanderzubrechen.
Aber glücklicherweise gibt es noch das Kammertrio, das weit über die Erfüllung seines musikalischen Engagements hinaus mithilft, Standard Island zu retten..

Story: 4von7

Sprecher: 5von7

Dramaturgie: 5von7

Streicheleinheiten: 5von7

Masuth, Andreas – Kurier Preston Aberdeen … und das giftigste Tier der Welt

Masuth, Andreas - Kurier Preston AberdeenWer sich in den ersten Minuten ärgert, weil die Charaktäre dull und oberflächlich erscheinen, dem geht es wie mir: aber spätestens nach der ersten Stunde hat man sich daran gewöhnt und kommt in den Genuss eines recht unterhaltsamen und stimmigen Hörspieles. Aber zunächst der Klappentext:

Inhalt:


Kurier Preston Aberdeen nimmt einen heiklen Auftrag an: Er soll eine unbekannte Spinnenart von Southampton nach Berlin transportieren. Das Tier ist für die Wissenschaft von höchstem Interesse. Doch so lukrativ die Bezahlung auch ist, der Job ist nicht ganz ungefährlich. Preston muss den südamerikanischen Achtbeiner den ganzen Transport über am Körper tragen. Kühlt das Tier aus, stirbt es. Sollte es aus dem verschlossenen Behälter entfliehen, stirbt er. Denn diese Spinne ist die wohl giftigste Spezies, die je entdeckt wurde. Auf seiner Reise muss Preston jedoch feststellen, dass es noch weitere Interessenten gibt. Sie wollen den Arachniden um jeden Preis in ihren Besitz bringen. Und sie sind fast noch tödlicher als die Ware selbst..

Wie oben erwähnt, Preston stellt sich als eine Mischung von Louis de Funes, Indianer Jones und was einem noch an tolpatschigen, treudoofen Kommisaren einfällt,vor.Wie ich gerade gesehen habe, steht die zweite Folge Ende Mai 2007 an mit einer Altersfreigabe ab 8. So gesehen ergibt der Charackter Sinn.

Die Geschichte ist schlüssig – zwar nichts neues, aber mit Mut, altes Garn neu zu spinnen, kommt man auch gut über die runde.

Story: 4von7

Sprecher: 5von7

Dramaturgie: 5von7

Streicheleinheiten: 5von7

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